TPL_BEEZ2_NAV_VIEW_SEARCH

TPL_BEEZ2_NAVIGATION

2009 05 29 Köni Demo (c) ADFCund die vorpfingstliche Reiselust hatte offenbar den einen oder anderen davon abgehalten, durch langsames und vorsichtiges geschütztes Radfahren in der Königsbrücker Straße auf ihr Interesse an einer Befahrbarkeit dieser Straße auch unter Alltagsbedingungen hinzuweisen.

Die unentwegten und wetterfesten haben jedoch fröhlich die Gelegenheit genutzt - übrigens ohne dabei nass zu werden:

108 Radfahrer und 1 Hund bewegten sich in eher gravitätischem Tempo - mehr lässt ja der Untergrund nicht zu - von der Schauburg zum Albertplatz, nach dessen Umrundung zum OlbrichtplatzEndlich Radfahren in der Königsbrücker und wieder zur Schauburg. Ermöglicht wurde das Radfahren in der normalerweise dafür vollkommen ungeeigneten Straße durch Polizeischutz vor und hinter dem Demonstrationszug. Wer als einzelner Radfahrer und ohne von Polizeifahrzeugen abgeschirmt zu werden schon einmal versucht hat, die Königsbrücker Straße legal, also auf der Fahrbahn zu durchqueren, weiß um die Dringlichkeit unseres Anliegens:

Wir fordern von der Stadtverwaltung und insbesondere von der Oberbürgermeisterin, nach zehn Jahren Hin und Her nun endlich das Planfeststellungsverfahren für den stadtverträglichen Ausbau der wichtigen Straße im Einklang mit dem einstimmigen Beschluss des Stadtrats vom April 2006 voranzubringen und zügig mit dem Bau zu beginnen.

Deswegen: nächste Woche wieder. Radfahren bis zum Baubeginn.

Noch ist die Freiberger eine ideale Radroute, der glatte Asphalt gehört fast ausschließlich den Fahrradfahrern. Seit dem die Bahnunterführung am World-Trade-Center aufgrund ihrer zu geringen Höhe für den Autoverkehr gesperrt wurde, hat Löbtau eine attraktive und sichere Schnellverbindung in die Innenstadt.

Frühzeitige Warnung

Wenn man will, kann man an der Baustelle am World-Trade-Center etwas Positives finden: offensichtlich hat sich die Bauleitung einen Kopf über die Radverkehrsführung gemacht.

Leipziger Straße

Ab dem 22. Mai findet jeden Freitag eine Fahrraddemo statt. Demonstriert wird für einen stadtverträglichen (und fahrradfreundlichen) Ausbau der Königsbrücker Straße.

Derzeit ist unklar, ob sich im Stadtrat eine Mehrheit bildet, die den Kompromiss eines zweispurigen Ausbaus der Königsbrücker aufkündigen und eine vierspurige Variante durchsetzen will. Auch war bereits in der Presse zu erfahren, dass an einer solchen Variante in der Stadtverwaltung bereits wieder gearbeitet wird und die Planungen für eine zweispurige Königsbrücker nicht mehr weiter verfolgt werden.

Welche Prioritäten eine Stadt setzt, verrät meist ein Blick in den kommunalen Haushalt. Gestern kündigte Baubürgermeister Marx an, dass er dieses Jahr 1,1 Millionen Euro "für neue Radwege" investieren will. Abgesehen davon, dass der Bau neuer Radwege oft mehr Ärger als Nutzen bringt (Könneritzstraße, Antonstraße, Leipziger Straße...), ist auch die Zahl als solche interessant. Der ADFC forderte vor der OB-Wahl jährliche Investitionen für den Radverkehr von 2,5 Millionen, um den Rückstand aufzuholen, den Dresden gegenüber Fahrradstädten hat.

Derzeit wird die Brücke Freiberger Straße am World Trade Center wieder für den Autoverkehr geöffnet. Folge: mehr Durchgangsverkehr in der Innenstadt. Kosten: 1,3 Millionen. Die Sperrung derselben Durchfahrt vor ein paar Jahren war auch nicht ganz umsonst. Kosten damals: 1,5 Millionen.



Der ADFC Dresden e. V. lädt herzlich zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Radverkehr in Dresden ein. Die Veranstaltung unter dem Titel „Stadtrat für Radstadt?“ findet am 14. Mai 2009, 19.00 Uhr im Großen Saal des Gewerkschaftshauses am Schützenplatz statt.

Leipziger Straße

Vor zwei Jahren hat der Stadtrat mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP über den Ausbau der Leipziger Straße und damit eines Abschnitts des Elberadwegs entschieden. Unter anderem wurde die Fällung der bisher dort stehenden Bäume beschlossen, um die Straße für Straßenbahnen und Autos zu optimieren. Anwohnerprotesten und dem formellen Einspruch des ADFC zum Trotz wurden bei der Planung Rad- und Fußverkehr klar benachteiligt. Planungsziel war offenbar nicht mehr Komfort und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer sondern die immer wieder gern propagierte „Flüssigkeit und Leichtigkeit des (motorisierten!) Verkehrs.

SpeicheDer Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Radfahrer wenn sie auf Radwegen fahren, sich im Zweifel immer "bremsbereit verhalten", ergo Schrittgeschwindigkeit fahren müssen. Ansonsten trifft sie bei Unfällen mit Fußgängern auf dem Radweg eine Mitschuld.

Bereits im September 2004 befuhr ein Radfahrer mit etwa 15 km/h einen Radweg und sah eine Frau, die sich an einer Bushaltestelle mit anderen unterhielt. Er klingelte in etwa zehn Metern Entfernung, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Fußgängerin trat jedoch einen Schritt zurück in Richtung Radweg. Dadurch erschreckt sah sich der Radfahrer zur Vollbremsung veranlasst, bei der er über den Lenker stürzte. Urteil des BGH: der Radfahrer ist zumindest zum Teil selbst schuld, weil er hätte langsamer fahren können.

Wir möchten Sie herzlich einladen zu einem Vortrag über die Radverkehrspolitik in den Niederlanden.

Zeit: Dienstag, 5. Mai 2009, 19 Uhr.

Ort: Umweltzentrum Dresden, Großer Saal.

Die Stadt Utrecht (300.000 Einwohner) ist das jahrhundertealte Zentrum der gleichnamigen Provinz. Mehr als ein Drittel aller Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Wie ist das Verkehrsnetz gestaltet, vor welchen Herausforderungen steht die Stadtplanung und wie bringt man modernen Verkehr in den historisch gewachsenen Strukturen unter? Diese Fragen behandelt der erste Teil des Vortrages.

Postplatz-Idylle

Die Toiletten-Aktion auf dem Postplatz zeigt: viele Dresdner sind mit der Postplatz-Gestaltung nicht zufrieden. Aber nicht nur der optische Eindruck des Platzes ist trist. Auch Verkehrsplanerisch handelt es sich eher um einen ungeschickten Scherz. Radfahrer können jedesmal froh sein, wenn sie es endlich über den Postplatz geschafft und dabei die Orientierung nicht verloren haben.

Die Stadt Mannheim zahlt Radfahrern, die ihr altes Rad verschrotten und sich im Fachhandel ein neues kaufen, eine Abwrackprämie von 50€. Mehr als eine PR-Aktion der Stadt ist das ganze dann aber doch nicht: die Prämie wird lediglich an die ersten 100 Antragsteller ausgezahlt.

Hintergrund: Der Verkehrsclub Deutschland forderte unlängst, die Abwrackprämie auch für Nutzer des ÖPNV und Radfahrer auszuzahlen, weil auch hier Arbeitsplätze in Deutschland gesichert werden. Wir berichteten bereits auf unserer Internetseite.

Achtung: Diesen Sonnabend Fahrraddemo gegen Straßenlärm!

Christian Kriegel von der Bürgerinitiative Lockwitz schimpft „Ständiges Lamentieren bringt uns nicht weiter. Wenn wir unsere ungestörte Nachtruhe wollen, dann müssen wir jetzt richtig Druck machen“. Um eine Nachbesserung des Lärmschutzes an der A17 zu erreichen, rufen seine Bürgerinitiative und die Ortsgruppe des Verkehrsclubs Deutschland zu einer Fahrrad-Demonstration auf. Ziel des Protestes: Tempolimits in Häusernähe zum Lärmschutz. Pkw sollen tagsüber maximal 100 und nachts 80 Stundenkilometer fahren dürfen. Für LKW seien Tempolimits von 80 bzw. 60 km/h nötig!

Treff ist am 25. April 2009, 11 Uhr an der Gleisschleife Prohlis.

Bitte beachten: Die Versammlungsbehörde hat kurzfristig das Demonstrationsrecht eingeschränkt und die Autobahnroute auf die Strecke bis zur Prohliser Abfahrt begrenzt. Daher ändert sich der Streckenverlauf:

  1. Über die Dohnaer Str. zur Autobahnauffahrt Heidenau (S 175n)
  2. weiter über die Autobahn bis zur Abfahrt in Dresden-Prohlis,
  3. weiter über den Langen Weg,
  4. die Winterbergstr. und
  5. die Stübelallee bis zur
  6. Altmarktgalerie, wo eine kurze Abschlusskundgebung stattfinden soll.

 

 

ADFC Stand auf der BRN

Helfer gesucht

Bei den schönsten Festen der Stadt sind wir mit dabei - wir kommen mit unseren mobilen Stand und präsentieren uns, weisen auf unsere Projekte hin oder sammeln Unterschriften.

Das macht durchaus Spaß, leicht kommt man ins Gespräch mit Radfahrern, kann Tipps geben oder welche bekommen. Am schönsten ist das aber, wenn man zu zweit ist. Deswegen suchen wir nach Akteuren, die zusammen mit unseren erfahrenen Mitgliedern Stände betreuen.

(c) ADFC

Die Stadtmission der Diakonie und weitere Jugendhilfeträger suchen gebrauchte Fahrräder, um sie sozial schwachen Personen weitergeben zu können. Vor allem Kinder und Jugendliche aus armen Familien besitzen gar kein Fahrrad oder nur ein zu kleines oder nicht verkehrstaugliches. Das hätten sie bei Freizeitangeboten in der Neustadt festgestellt, sagte Claudia Thees von der Mobilen Arbeit der Stadtmission. Die Räder werden vom 30. März bis 9. April bei mehreren Einrichtungen angenommen.

 

licht

Auf der internationalen Konferenz zum Thema Fahrrad und öffentlicher Personennahverkehr (2. MeetBike-Konferenz / 12. SRL ÖPNV-Tagung in Dresden) hat der Beigeordnete für Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Dresden, Jörn Marx, am 13.03.2009 ein Lückenschlussprogramm für den Radverkehr bekannt gegeben. Es gebe in Dresden viele Stellen, an denen Radverkehrsführungen unterbrochen seien und Handlungsbedarf bestehe. Dieser solle nun abgearbeitet werden.

Die Onlineumfrage zum Dresdener Fahrradstadtplan ist erst einmal ausgewertet.

Wir danken allen Teilnehmern!

Hier geht's zur Auswertung und zum derzeitigen Sachstand bei unseren Bemühungen um einen neuen Dresdner Fahrradstadtplan...

Scorpion FS

Für Liegeräder sprechen gegenüber "normalen" Fahrrädern die bequemere Sitzposition, höhere erreichbare Geschwindigkeiten und durch beides bedingt ein insgesamt größerer Aktionsradius. Als Nachteil wird von Neulingen oft das anfänglich etwas kippelige Fahrgefühl genannt. Dreirädrige Liegeräder, mit denen man nicht kippen kann, versprechen da Abhilfe. Aber auch hier war es bisher möglich, Haare in der Suppe zu finden: Liegetrikes sind vergleichsweise sperrig und es gab bisher kaum vollgefederte Modelle.

Seit kurzem ist die Ausgabe März 2009 der Internet-Fahrradzeitschrift Fahrradzukunft online. In der aktuellen Ausgabe geht es um den Kindertransport ohne Auto und um die landläufig vorherrschende Meinung, dass für ein intaktes Familienleben ein Kraftfahrzeug vonnöten sei.

Hier gelangen Sie zur Ausgabe März 2009 der Fahrradzukunft.

Fahrradparkhaus (c) Wired

Japan ist bekannt für seine technikverliebten Bewohner. Die Technikverliebtheit drückt sich aber nicht nur in sehr kleinen Mobiltelefonen und besonders hoch entwickelten Digitalkameras aus, sondern auch in so nützlichen Dingen, wie Fahrradabstellanlagen.

Unterkategorien

Die Pressemitteilungen des ADFC Dresden

Meldungen zu Aktionen des ADFC Dresden